Evangelische Religion

Der evangelische Religionsunterricht am Burggymnasium:
Religion nimmt den Menschen ernst – wir nehmen den religiösen Dialog ernst

Am Burggymnasium wird der evangelische Religionsunterricht im Moment in allen Jahrgangsstufen angeboten, in der Sekundarstufe I zweistündig und in der Sekundarstufe II dreistündig.
Wir möchten unseren SchülerInnen in diesen Stunden Orientierung für ihr Leben und Zuversicht geben in einer Welt, die geprägt ist von einer Vielfalt an Standpunkten und Weltanschauungen und die Kindern und Jugendlichen nicht immer freundlich begegnet.
Außerdem haben SchülerInnen, die in ihrer Umgebung wenig religiöse Lebenspraxis finden, in unserem Religionsunterricht die Chance, Glaubensinhalte kennen zu lernen.

Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es Gott?
Es gehört zum Menschsein, solche Fragen zu stellen. In unserem Religionsunterricht werden sie wach gehalten und es wird nach tragfähigen Antworten gesucht.

Wie will ich später leben? Woran kann ich mich halten?
In ihren Religionsstunden haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Fragen und Probleme anzusprechen, sich mit den Meinungen von Mitschülern auseinander zu setzen und der Stellungnahme von Lehrern aus christlicher Orientierung zu begegnen.

Wie feiern jüdische Schüler Bar-Mizwa? Woran glauben Muslime?
Ohne Religion bleiben fremde Kulturen unverständlich. Im evangelischen Religionsunterricht vermitteln wir deshalb Kenntnisse über den christlichen Glauben und über andere Religionen und fördern dadurch die Verständigung und tolerante Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Dürfen wir alles was wir können?
Medizinische Verlängerung des Lebens, Klonen zu therapeutischen Zwecken, Tierversuche ...
In unserem Religionsunterricht stellen wir die Frage nach der ethischen Verantwortung und ermutigen die Schüler, in ihrem Leben für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzutreten.

Religion gehört zur Bildung
Literatur und Kunst, Musik und Film bleiben ohne Grundkenntnisse der Bibel und der jüdisch- christlichen Tradition oft unverständlich. Durch Themen wie z. B. das „Leben Jesu“, die „Zehn Gebote“, der „Biblische Schöpfungsglaube“ und das „Reich Gottes“ lernen die Jugendlichen am Burggymnasium den Hintergrund unserer Kultur und unserer sozialen Wertvorstellungen kennen.

Sehen wir Leid und Not unserer Mitmenschen?
Für Gott ist jeder Mensch einzigartig und verdient Anerkennung. Leid und Not sind auch den Menschen in der Bibel begegnet und Christen vergangener Jahrhunderte sind mit ihrem Leben Vorbild für den Dienst am Nächsten. Im Religionsunterricht versuchen wir, unsere Schüler für das Leid und die Not anderer Menschen zu sensibilisieren und ihren Blick zu schärfen für Unrecht und Unmenschlichkeit und ihre Ursachen.
 
S. Hund

Schulgottesdienstkonzept des Burggymnasiums

1. Gottesdienste zu besonderen Anlässen

Gottesdienst für die neuen Schüler der 5. Klassen
mit ihren Eltern, Verwandten und Freunden
zu Beginn ihrer Schulzeit am Burggymnasium
am zweiten Schultag nach den Sommerferien
um 9 Uhr in der Münsterkirche

Weihnachtsgottesdienst
für alle Schüler und Lehrer
am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien
um 12.15 Uhr in St. Gertrud

Gottesdienst zur Entlassung der Abiturienten
in der Münsterkirche

2. Reguläre Gottesdienste

Diese Gottesdienste finden für die Jg. 5 und 6 sowie für die Jg. 7 bis 9 im monatlichen Wechsel in der ersten Woche eines Monats an wechselnden Wochentagen um 8 Uhr in der Marktkirche statt.

Die aktuellen Gottesdiensttermine für Schüler(innen) der Jg. 5 und 6:
Mittwoch, 9. März 2011
Dienstag, 10. Mai 2011
Donnerstag, 14. Juli 2011
jeweils 8:05 - 8:40

Die Schüler können entweder direkt zur Marktkirche kommen oder sich um 7:55 in der Schule treffen, um gemeinsam mit den in der ersten Stunde unterrichtenden Fachlehrern zur Marktkirche zu gehen.

Schüler, die nicht am Gottesdienst teilnehmen möchten, werden in der Schule von einem Lehrer beaufsichtigt.

S. Hund

Ökomenischer Weihnachtsgottesdienst 2010

Der Weihnachtsgottesdienst 2010 wurde von den Schülerinnen und Schülern der neunten Klassen vorbereitet und stand unter dem Thema: Eine Burg voller Kultur(en). Passend dazu, dass die Stadt Essen die Kulturhauptstadt im Jahr 2010 war, wurde auch "die Burg" als Treffpunkt, Kulturenmittelpunkt und Orientierungsmöglichkeit für verschiedene Kulturen und Charaktere beschrieben. Durch die Einflüsse der verschiedenen Kulturen, die tagtäglich im Burggymnasium aufeinandertreffen, werde die Burg erst zu dem, was sie heute sei: ein Ort der Verbindungen und Beziehungen, natürlich ein Ort des Voneinander-Lernens und Lehrens und auch ein Ort der Toleranz und Gleichheit. Dies sei jedoch nur dann möglich, wenn Schüler, Lehrer und Eltern an einem Strang zögen, Kompromisse eingingen und sich darum bemühten, dass das freundliche und von Respekt geprägte Klima des Burggymnasiums erhalten bliebe. Dazu sprachen die Schülerinnen und Schüler folgende Wünsche für die Gemeinde aus und verabschiedeten sich in die Weihnachtsferien:

Wir wünschen Euch Augen, die die kleinen Dinge des Alltags wahrnehmen und ins rechte Licht rücken, Ohren, die die Schwingungen und Übertöne im Gespräch mit anderen aufnehmen, Hände, die nicht lange überlegen, ob sie helfen und gut sein sollen, zur rechten Zeit das richtige Wort, ein liebendes Herz, von dem ihr euch leiten lasst, damit überall, wo ihr seid, der Friede einzieht, Freude, Liebe, Glück, Zuversicht, Gelassenheit, Demut und Güte - Eigenschaften, die euch das werden lassen, was in euch angelegt ist, jeden Tag ein wenig mehr, denn Wachstum braucht Frieden, genügend Erholung und ausreichend Schlaf, Lernen, das Freude macht, Menschen, die euch mögen und bejahen und euch Mut machen; aber auch Menschen, die euch bestätigen, die euch anregen, die euch Vorbild sein können, die euch weiterhelfen, wenn ihr traurig seid und müde und erschöpft und schließlich fröhliche Weihnachten, schöne, erholsame Ferien und ein erfolgreiches Jahr 2011.

All dies und auch die Kollekte, die nach dem Gottesdienst gesammelt wurde, sollte besonders den Kindern, die das Weihnachtsfest in diesem Jahr im Spatzennest der Kindernothilfe verbringen, die Kraft geben, eine schwere Zeit zu überstehen und Mut und Kraft für das neue Jahr zu fassen.

C. Meyer